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reticon Bildung und Neue Medien
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The usual suspects

reticon-Report von Ralf Kellershohn -- [05.09.2003]

Für Glogauer ist immer schon klar, was am Ende einer Analyse des Phänomens "Mediengewalt" im Zusammenhang mit Computerspielen herauskommt: selbst wenn Studien wissenschaftlichen Kriterien nicht standhalten, selbst wenn eindeutige Zusammenhänge sich nicht belegen lassen, selbst wenn Untersuchungen schlicht unzulässig interpretiert und auf beeindruckende Zahlen hochgerechnet werden "diese Spiele sind Schund und wer das nicht einsieht, schließt sich per se von der Diskursgemeinschaft aus.
Eine hermetische Argumentationsweise, die jeden von vornherein als diskussionsunwürdig einstuft, der nicht zum gewünschten Ergebnis kommt. Wer Sorgen vor Zensur und Bevormundung an Inhalten wie Computerspielen oder Filmen festmacht "die jungen Leute lesen ja heute keine Bücher mehr!-, schließt sich aus der Gemeinschaft der Zurechnungsfähigen wertvollen Mitglieder der Gemeinschaft aus. Womit eine Debatte überflüssig wird.


Glogauer ist bekannt als Mann klarer Zusammenhänge: in seinem mehrfach neu aufgelegtem Buch "Kriminalisierung von Kindern und Jugendlichen durch Medien" schließt Glogauer bei einer Auswertung von 39 Gerichtsprotokollen, bei denen in vier (!) Fällen Aussagen der Delinquenten gefunden wurden, sie seien durch einen Film auf die diese zu dem Verbrechen gekommen, dass "in über 10%" aller Tötungsdelikte jugendlicher Straftäter, die Medien die Schuld trügen. (vgl. Thomas Hausmanninger (2003))

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