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Für Glogauer ist immer schon
klar, was am Ende einer Analyse des
Phänomens "Mediengewalt" im
Zusammenhang mit Computerspielen
herauskommt: selbst wenn Studien
wissenschaftlichen Kriterien nicht
standhalten, selbst wenn eindeutige
Zusammenhänge sich nicht belegen
lassen, selbst wenn Untersuchungen
schlicht unzulässig interpretiert
und auf beeindruckende Zahlen
hochgerechnet werden "diese Spiele
sind Schund und wer das nicht
einsieht, schließt sich per se von
der Diskursgemeinschaft aus.
Eine hermetische
Argumentationsweise, die jeden von
vornherein als diskussionsunwürdig
einstuft, der nicht zum gewünschten
Ergebnis kommt. Wer Sorgen vor
Zensur und Bevormundung an Inhalten
wie Computerspielen oder Filmen
festmacht "die jungen Leute lesen
ja heute keine Bücher mehr!-,
schließt sich aus der Gemeinschaft
der Zurechnungsfähigen wertvollen
Mitglieder der Gemeinschaft aus.
Womit eine Debatte überflüssig
wird.
Glogauer ist bekannt als
Mann klarer Zusammenhänge: in
seinem mehrfach neu aufgelegtem
Buch "Kriminalisierung von
Kindern und Jugendlichen durch
Medien" schließt Glogauer bei
einer Auswertung von 39
Gerichtsprotokollen, bei denen in
vier (!) Fällen Aussagen der
Delinquenten gefunden wurden, sie
seien durch einen Film auf die
diese zu dem Verbrechen gekommen,
dass "in über 10%" aller
Tötungsdelikte jugendlicher
Straftäter, die Medien die Schuld
trügen. (vgl. Thomas Hausmanninger
(2003))
Friedrich Schiller