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Backup im heimischen Netzwerk

reticon-Report von Martin Ragg -- [11.05.2008]

reticon-Bild: diskstation_01.jpgWir speichern immer mehr digital, die Menge der Daten wird immer größer und damit steigt dann auch der Aufwand, den man in das Backup seiner Daten investieren sollte. Nach langem Suchen haben wir jetzt im heimischen Netzwerk den Datenbackup umgestellt und wollen unsere Lösung kurz vorstellen.

Eine Backupstrategie ist meist keine einfache Sache, sie muss exakt auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten sein, sie darf so gut wie keinen Aufwand im Alltag erzeugen (sonst macht nämlich niemand ein Backup) und das Backup muss schnell im Fall der Fälle verfügbar sein und natürlich alle Daten enthalten, die man benötigt.

Bei der immer größer werdenden Menge an Daten muss ein Backup schnell erfolgen und die Daten gleichzeitig hinreichend sicher beherbergen. Wie so oft gilt, dass der Aufwand beliebig nach oben getrieben werden kann, je nachdem welche Sicherheit man haben möchte.

Einige Fragen, die man sich zu seiner Backupstrategie stellen sollte, je nachdem wie die Antworten ausfallen, entscheidet man sich für unterschiedliche Strategien:

In meinem Fall sieht die Anforderung so aus:

Die bisherige Sicherung erfolgte durch einen abgesetzten Server, der mit einem RAID-5 Array lief (normaler Windows-Server, zusätzlich mit Apache, Mysql etc.), in einem Gigabit-Netzwerk. Der Vorteil der Lösung ist, dass ein schneller Datentransport gewährleistet ist, Nachteil ist, dass das Gerät neben immenser Lautstärke für die Kühlung des HDD-Backplanes, recht viel Strom schluckt und den Nachteil hat, dass man ihn immer separat "hochfahren" musste.

Diese Lösung sollte jetzt abgelöst werden durch etwas das "genauso viel" kann, aber einfacher in der Bedienung ist, leiser, weniger Strom verbraucht und auch einmal von den "Laien" in der Familie einfach in Gang gesetzt werden kann.

Seit einigen Tagen ist hier jetzt eine "Diskstation" DS 207 von Synology im Einsatz und bisher bin ich wirklich äußerst angetan von dem Gerät.

reticon-Bild: diskstation_02.jpgDie Diskstation ist äußerst leise, nimmt kaum Platz weg und schaltet sich bei Nichtbenutzung in einen fast unhörbaren "Hibernate-Modus" und verbraucht insgesamt recht wenig Strom. Sie schaltet sich nachts selbsttätig aus.
In ihr werkeln zwei 1 Terabyte-Platten, die sich via Raid-1 spiegeln, so ist man zumindest gegen den einfachen Hardware-Defekt gewappnet. Nach außen gibt es einen Giga-Bit Ethernet-Port, die DS 207 verfügt über einen 500 MHz CPU und 128 MB Ram.
Auf der Diskstation läuft ein Linux, es gibt sehr guten Support und eine äußerst aktive Community. Dank Linux ist das ganze sehr einfach auf die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Nach kurzer Zeit sind Apache, Mysql, SSH, SVN-Server installiert. reticon läuft problemlos darauf und kann im heimischen Netz weiterentwickelt werden.

Die Diskstation wird komplett über ein (sehr nettes) Webinterface verwaltet, hierüber kann man die Backups steuern und so ziemlich alle EInstellungen vornehmen.

Für die Sicherung gibt es ein (Windows/Mac)-Programm von Synology. Damit ist es möglich, komplette Verzeichnisse zu synchronisieren und gleichzeitig für Änderungen eine Versionierung einzuschalten, so dass man ein Restaurierung auch auf ältere Stände durchführen kann.

Sie verfügt über insgesamt 3 USB-Ports, laut Forum kann man auch noch einen USB-Hub anschließen und damit die Zahl der Geräte erhöhen. Schließt man eine externe USB-Platte an, kann über einen einfachen cron-job eine Sicherung der internen Daten auf diese Platte erfolgen. So hat man die Möglichkeit ein einfaches Backup zu erzeugen, das man dann auch "außer Haus" aufbewahren kann.

Zum allgemeinen Luxus habe ich mir dann auch noch eine USV zugelegt, die jetzt Router, DSL-Box und Diskstation gegen Stromausfall absichert. Die USV ist via USB an die Diskstation angeschlossen, wurde sofort problemlos erkannt. So bekommt die Diskstation einen Stromausfall mit und kann sich für den Fall der Fälle rüsten und dafür sorgen.

Für das kleine heimische Netzwerk ist die Diskstation aus meiner Sicht eine wirklich gute Ergänzung, die Anschaffung ist nicht ganz billig (die leere Diskstation kostet ca. 290,- Euro, hinzu kommen dann die Platten - momentan liegt eine Terabyte-Platte bei ca. 150,- Euro, eine USV schlägt dann mit nochmals ca. 80,- zu Buche: Summa summarum: gut 600,- Euro).

Aus meiner Sicht gut investiertes Geld - der Verlust der Daten wöge viel schwerer (auch wenn dieser mit Geld nicht zu beziffern ist, aber allein an meinen 50 Gigabyte Fotos hänge ich :-)

Nachteil bzw. zu verbessern aus meiner Sicht:

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