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Studieren ohne Abitur - Universität Bochum startet Forschungsprojekt

29.06.2010, (RK)

Im Rahmen der Bologna-Reform sollen auch Berufserfahrene ohne Abitur studieren können. Darauf müssen Hochschulen reagieren: Ein 19-jähriger Schulabgänger benötigt andere Hilfestellungen und Begleitung als ein 35-jähriger Handwerksmeister. Jetzt erforscht die Universität Bochum welche Rahmenbedingungen und Anforderungen für ein erfolgreiches Studium ohne Abitur wichtig sind.

Im Rahmen des Forschungsprojekts "Hochschulzugang für Berufstätige" gehen die Wissenschaftler unter anderem der Frage nach, wie zufrieden die Studierenden ohne Abitur mit ihrem Studium sind. Weiterhin wird die Vorgehensweise der Ruhr-Universität analysiert, um diese neue Zielgruppe anzuwerben und zu fördern. Umgesetzt wird das Vorhaben von der gemeinsamen Arbeitsstelle der Ruhr-Universität und der IG Metall und die Arbeitsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung der RUB.

Hintergrund: Durchlässigkeit des Bildungssystems stärken
Im Zuge der so genannten Bologna-Reform soll die Durchlässigkeit des Bildungssystems verbessert werden. Dadurch sollen mehr Menschen an Bildung teilhaben können. So sollen auch Menschen ohne Abitur studieren und ihre Berufserfahrung anrechnen lassen können. Damit reagiert die Bildungspolitik auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes: Im Zuge einer dynamisch fortschreitenden Technisierung, wachsender Komplexität und Internationalisierung steigen die Anforderungen an Arbeitnehmer und Unternehmer. Arbeit stellt sich immer mehr als ein komplexes Geflecht wissensbasierter Kompetenzen dar. Entsprechend steigt die Notwendigkeit zur Weiterqualifizierung.

Mit Bologna wird es bunt
Für die Hochschulen stellt dies eine Herausforderung dar: Wenn „Bologna“ voll umgesetzt ist, wird es bunt, die Studierendenschaft wird vielschichtiger – und das ist auch gut so. Schließlich soll es nicht mehr so sein, dass eine einheimische akademische Oberschicht die Zugangsmöglichkeiten zu den guten Jobs und gesellschaftlich wichtigen Handlungsfeldern unter sich aufteilt und sich dann in ihren Porsche Cayennes verbarrikadiert.

Projektstart am 7. Juli
Zum Start des Projektes lädt die Ruhr-Universität Bochum zur Kick-Off-Veranstaltung am Mittwoch, 7. Juli um 11 Uhr. Die Anmeldung ist bis zum 2. Juli möglich (E-Mail: rub-igm@rub.de, Tel. 0234/32-26899). Das Tagungsprogramm steht im Internet zum Herunterladen unter http://www.ruhr-uni-bochum.de/rub-igm/

(Quelle: PM)

 

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