Am 7. Dezember werden die Ergebnisse des zweiten Teils der PISA
(Programme for International Students Assessment) Studie
veröffentlicht. Schon jetzt sind aber erste Ergebnisse bekannt
geworden. In der zweiten PISA Studie lag der Schwerpunkt bei den
mathematischen und allgemeinen Problemlösekompetenzen (Cross curricular
competences CCC). Deutschland landet hierbei unter 31 teilnehmenden
Nationen auf Rang 17. Beim Lesen und Textverständnis, die
Schlüsselkompetenz für das Lernen in Schule und Beruf, kommen deutsche
Schülerinnen und Schüler dagegen nur auf Platz 20.
In
der DPA Meldung heißt es, dass deutsche Schülerinnen und Schüler beim
diesjährigen Pisa-Schwerpunkt Mathematik zwar mittelmäßige Leistungen
zeigen, wenn es um Grundrechnen geht. Bei anspruchsvollen Aufgaben in
Wahrscheinlichkeitsrechnen oder Geometrie fallen sie jedoch zurück. Im
Vergleich zur Vorgängerstudie hat sich die Gruppe der leistungsstarken
deutschen Schüler beim Lesen und Textverständnis leicht verbessert. Die
schwachen Schüler sind dagegen schwach geblieben.
"Erschreckend
hoch ist der Anteil so genannter Risikoschüler. Mehr als 22 Prozent der
15-Jährigen in Deutschland können auch laut der neuen Pisa-Studie
einfachste Texte nicht lesen und verstehen sowie selbst am Ende ihrer
Pflichtschulzeit allenfalls auf Grundschulniveau rechnen." (dpa)
Die
Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) Doris Ahnen erklärte in
einer Pressemitteilung, zunächst die Veröffentlichung der Daten
abwarten zu wollen. "Es sei
bedauerlich, dass durch den Wettlauf um Vorveröffentlichung der
PISA-Ergebnisse die Möglichkeit einer sachlichen Auseinandersetzung mit
den Daten erschwert werde.(...) Größere
Veränderungen sind in einem so komplexen System wie der Schule
innerhalb eines eineinhalbjährigen Zeitraumes nicht erwartbar, vielmehr
würden sie eine mangelnde Aussagekraft eines Testes wie PISA nahe legen"
Für
die neue Studie waren im Frühjahr 2003 bundesweit 50.000 Schüler im
Alter von 15 Jahren getestet worden. PISA umfasst drei sich
überschneidende Zyklen. Der erste Zyklus (PISA 2000) wurde in
Deutschland Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin
umgesetzt. Der zweite Zyklus PISA 2003 wird von einem Konsortium
durchgeführt, an dem sich Wissenschaftler aus verschiedenen Hochschulen
und anderen Forschungseinrichtungen unter der Federführung von Prof.
Dr. Manfred Prenzel und dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der
Naturwissenschaften der Universität Kiel beteiligen.
Weiterführende Links:
Zum Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften der Universität Kiel geht es hier...
Zur Webseite der OECD geht es hier...
Eine Übersicht der DPA Meldungen zur PISA Studie finden Sie auf den Seiten der SchülerInnenkammer Hamburg. Klicken Siehier...
Zur Webseite der Kultusministerkonferenz geht es hier…
Der Deutsche Bildungsserver hat auch Informationen zu PISA zusammengestellt. Klicken Sie hier...
Das Bundesbildungsministerium hat Informationen und Berichte über Aktionen auf einer Webseite zusammengestellt. Klicken Sie hier...
Eine Übersicht über die erste PISA Studie aus dem Jahre 2000, die sich
v.a. mit der Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler beschäftigte,
findet sich auf den Seiten des Max Planck instituts für . Klicken Sie hier...
Weiter Informationen über PISA 2000 und den Ländervergleich finden Sie bei Learn Line zusammengestellt. Klicken Sie hier…
Wer
einen Blick in das deutschsprachige Ausland werfen möchte, kann dies
auf der österreichischen Webseite zur PISA Studie tun. Klicken Sie hier...
Die schweizer Webseiten zur PISA Studie finden Sie hier...
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