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Medienspiegel: Entwicklung von Presse, Funk und Fernsehen

Medienspiegel: Entwicklung von Presse, Funk und Fernsehen

15.08.2006, (MR)

Das Institut der deutschen Wirtschaft geht in seinem Medienspiegel Ausgabe August 2006 auf die veränderte Mediennutzung in Deutschland ein. Demnach schließt sich der digitale Graben immer weiter - allerdings durchaus zu Lasten der Nutzung etablierter Medien.

Die Daten des Instituts basieren auf einer Studie der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF). Deren Studie zur Internetnutzung ist Ende Juli veröffentlicht worden.
Nach diesen Zahlen sind gut 35 Prozent in Deutschland Offline. Immer noch gut ein Drittel der Bevölkerung allerdings waren es 2005 noch über 50 Prozent.
Daher ist die Aussage, dass sich die digitale Spaltung "schließt" durchaus richtig, allerding sicher immer langsamer. Die Zuwachsraten der letzten Jahre sind auf Dauer wohl nicht beizubehalten.

Eine Änderung der Mediennutzung zeichnet sich auch immer deutlicher ab:

"Junge Menschen chatten im Netz der Netze, besuchen Foren oder nehmen per Messenger-Dienst Kontakt zu Zeitgenossen auf. Außerdem verbringen viele von ihnen viel Zeit mit Online-Spielen. Dafür greifen die Jugendlichen immer seltener zu Zeitungen. Wer sich in dieser Altersklasse informieren will, klickt lieber auf die entsprechenden Internetseiten, die sowieso schneller sind als alle Printprodukte. Selbst das Fernsehen hat bei den Jugendlichen seinen dominierenden Status verloren und fristet vielfach nur noch ein Schattendasein." (Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft)

Die Ausgabe des Medienspiegels schließt mit dem Fazit, dass das Internet noch zu kompliziert sei und erst noch seinen Weg auf das Sofa im Wohnzimmer finden müsse.

Wenn das einmal keine Fehleinschätzung (und nicht auch direkt ein Widerspruch ist). Internetnutzung ist häufig eben nicht passives Konsumieren. Und um Möglichkeiten nutzen zu können braucht man eine gewissen Komplexität. Und diese läßt sich oftmals nicht auf einer Fernbedienung abbilden. Kurz gesagt: Internet ist kein Fernsehen.
Zustimmen kann man dem Medienspiegel aber im zweiten Fazit: Qualität als Schlüssel zum Erfolg.

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