Die Journalistin Charlotte Frank bringt Bewegung in die Alphabetisierungslandschaft. In der Wochenendausgabe "Süddeutsche Zeitung" vom 14./15. August 2010 wurde Ihr Beitrag über Erwachsene in Deutschland, die nur unzureichend lesen und schreiben können, unter dem Titel "Ohne Worte" abgedruckt.
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Der Artikel wird einigen Wirbel auslösen, nicht nur, weil sich zwei Betroffene in einer Zeitung so hohen Verbreitungsgrades mutig mit ihren Schriftproblemen outen. Wirbel wird es vor allem um eine neue Zahl zur Größenordnung geben, die Professorin Anke Grotlüschen von der Universität Hamburg erstmals ins Spiel bringt. Daten aus einer derzeit laufenden Studie weisen anscheinend schon jetzt darauf hin, dass man wohl von bis zu 9,5 Millionen deutschsprachigen Erwachsenen ausgehen muss, die nur auf oder unter dem untersten Leseniveau Level 1 lesen und schreiben können. Gegenüber der bislang vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung geschätzten Zahl von 4 Millionen zeichnet sich damit eine Größenordnung ab, die zu grundlegenden neuen Diskussionen führen wird.
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Update, 23.08.2010
Die im Artikel der Süddeutschen genannte Zahl von 9,5 Millionen Level-One-Lesern muss relativiert werden. Ein Anruf bei Professorin Anke Grotlüschen an der Uni Hamburg stellt klar: Konkrete Daten aus ihrer Studie werden erst im Frühjahr 2011 vorliegen und voraussichtlich im Februar 2011 in der Öffentlichkeit präsentiert.
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