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Kinder und Jugend Studie 2006

Kinder und Jugend Studie 2006

01.05.2006, (MR)

Die ARD/ZDF-Medienkommission hat aktuell die Ergebnisse der Studie "Kinder und Medien 2006" in Erfurt vorgestellt. Es wurden aktuelle Forschungsergebnisse und die Grundlagenstudie "Kinder und Medien 2003/2004" vorgestellt.

Man muss sich die ARD/ZDF Internetseiten mehrfach durchlesen, um einen genaueren Überblick zu bekommen, was da eigentlich genau veröffentlicht wurde.
Zum einen erschien jetzt ein Buch, das die Daten der Erhebung 2003/2004 vorstellt. Bei Amazon und im Buchhandel sind wir nicht fündig geworden, im Rahmen der Reihe Media Perspektiven (ARD) findet sich dann aber ein 16-seitiger Volltext "Was Kinder sehen". Ob das nun schon die komplette Veröffentlichung ist und warum ARD/ZDF darauf nicht aktiv verweisen, können wir nicht verstehen.

Zusätzlich gibt es in der Pressemitteilung noch den Verweis auf eine PDF/Powerpoint-Präsentation, die teilweise auch aktuellere Daten zu enthalten scheint.
Wichtigste Info der Pressemitteilung ist aber wohl, dass der Kinderkanal das erste Medium für Kinder ist. Nichts gegen den Kinderkanal, aber hier vermischen sich aus meiner Meinung schlicht PR und (wissenschaftliche) Studien. Hier kann keine Seite profitieren, entweder ich mache eine wissenschaftliche Studie zur Mediennutzung von Kindern - oder ich mache Werbung für den hauseigenen Kanal.
Dass sich die Dinge überlappen kann natürlich sein, aber dann doch bitte zwei Pressemitteilungen: eine für die Studie und eine zum Thema "Kinderkanal am häufigsten geschaut".

Doch zum Inhalt:
Kinder sind in Medien zu Hause, 42 Prozent haben ein eigenes Fernsehgerät, 36 Prozent ein Handy und 35 Prozent eine Spielkonsole. Und für Kinder ist das Fernsehen immer noch "interessanter" als z.B. das Internet:

"Vor die Wahl gestellt, ob auf Fernsehen, Radio, Computer, Internet, Bücher oder
Zeitschriften/Heftchen am wenigsten verzichtet werden kann, entscheiden sich drei Viertel der Sechs bis 13-Jährigen für das Fernsehen." (Quelle: ARD)

Gleichzeitig ist der Fernsehkonsum weiter auf einem hohen Niveau: Im Schnitt etwas mehr als 90 Minuten schaut jedes Kind jeden Tag in die Röhre. Das macht gut 10 Stunden in der Woche - fast ein Halbtagsjob. Je älter die Kinder, desto mehr Zeit verbringen sie vor dem Fernsehen. Interessanterweise fallen Jungen im Osten aus dem Rahmen, sie verbringen jeweils deutlich mehr Zeit vor dem TV als die Parallelgruppen.
Wie zu erwarten ist der Medienkonsum am Wochenende besonders hoch und reduziert sich etwas unterhalb der Woche. Im Sommer wird grundsätzlich auch weniger geschaut als im Winter.

Interessant ist dann auch noch einmal ein Blick auf die "TOP 10" der Sendungen. Hier führt einsam und alleine Harry Potter - egal auf welchem Kanal der lief, daneben aber auch "Wetten dass", "Das Sandmännchen" etc.

Die Daten sind natürlich trotzdem interessant, eine kleine Übersicht, was wir auf die Schnelle gefunden haben:

 

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