In einem Artikel der Zeitschrift Nature Wood used by Stradivari and Guaneri hat Joseph Nagyvary mit Kollegen an der Texas A&M University eine neue Theorie zum "Klangwunder" von Stradivari-Geigen aufgebaut.
Wood used by Stradivari and Guaneri
The material used by the old masters to make exquisit violins may have been chemi-cally manipulated
Joseph Nagyvary von der Texas A&M University in College Station hat zusammen mit Kollegen bei der Untersuchung von Holzproben verschiedener Instrumente che-mische Unterschiede bei der Zusammensetzung des Holzes festgestellt.
Zur Verfügung standen Holzsplitter (die bei Reparaturen anfielen) einer Stradivari-Geige (1717), eines Cellos von Guaneri del Gesu (1731), 2 Instrumenten ähnlichen Alters aus Frankreich und England und im Vergleich dazu Holz aus heutiger Zeit.
„Mit Infrarotlicht und einem Verfahren der Kernspinresonanz wurden die Holzsplitter untersucht“ (SpiegelOnline), hierbei fanden die Forscher heraus, dass das Holz der italienischen Instrumente andere chemische Elemente enthält als die Proben der üb-rigen Instrumente u. des Holzes. Allerdings wissen die Forscher bisher nicht genau, wie die Unterschiede der Holzzusammensetzung zu erklären sind.
Es könnte sein, dass mit der Untersuchung ein Hinweis darauf gegeben wird, dass das Holz von den Geigenbauern vorbehandelt wurde:
Spiegel Online verweist auf eine Holzwurmplage im 17. u. 18. Jahrhundert, die es vielleicht notwendig machte, das Holz speziell vorzubehandeln, damit es vor dem Holzwurm sicher war."Whether or not the great Italian violin-makers used wood that had been chemically processed in order to preserve IT and enhance the instrument’s sound quality has long been a contentious issue1,2." (Quelle: Nature)
Weitere Informationen
- Nature: Wood used by Stradivari and Guarneri
(kostenpflichtiger Artikel (30 Cent), kostenfrei z.B. aus manchen Uni-Netzen) - Spiegel-Online: Stradivari-Klang: Dem Holzwurm sei Dank
Informationen zum Artikel