Zürich, 19.12.2003 - An Universitäten und Hochschulen wird gespart und gestrichen - dass dennoch in Rotstiftzeiten zeitgemäße akademische Bildungsinnovation möglich ist, beweist das neugegründete Studienprogramm Game Design des Studienschwerpunkts Interactiondesign (IAD) der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (HGKZ), das das massenhafte Kulturphänomen Computerspiel theoretisch reflektieren undforscherisch-gestalterisch unterrichten wird.
Die Initiative der Initiatoren und Gründer dieses neuen Angebotes, Prof. Dr. Gerhard M.Buurman und Steffen P. Walz (M.A.), wurde im Rahmen der Planungen großzügig mit Mitteln des eidgenössischen Bundesamts für Bildung undTechnologie (BBT) unterstützt und gefördert.
Der erste vollwertige Games-Ausbildungsstudiengang an einer staatlichen Hochschule im deutschsprachigen Raum nimmt mit dem Wintersemester2004/05 den Lehrbetrieb auf und akzeptiert ab sofort Studienplatz-Bewerbungen. Angesprochen sind Maturanden, Abiturientinnen und Abiturienten sowie Studienwechsler aus der Schweiz, aus Österreich und Deutschland. Wer später einmal akademisch qualifiziert als Computerspiel-RegisseurIn, Level DesignerIn oder Game Writer eine Anstellung finden bzw. zukünftige Untehaltungs-Berufe und -Produktemiterfinden und konzipieren möchte, wird hier ein Zuhause finden. Es ist zudem erklärtes Ziel des Studienschwerpunktes IAD, den Frauenanteil in den digitalen Medienindustrien erheblich zu erhöhen.
Informationenzum Bewerbungsprocedere finden sich unter: http://gamedesign.hgkz.ch.
Das vierjährige Ausbildungskonzept sieht sowohl Theorieunterricht, kritische Games-Reflexion, das Erlernen spielindustrieller Prozesse, das Ein- und Ausüben experimenteller Formate und Inhalte als auch eineinjähriges Industriepraktikum vor: "Wir streben eine angewandtwissenschaftliche Labor- und Studioatmosphäre als ‚space-time ofpossibility' an, die sich europäisch ausrichtet und dieinfrastrukturellen und personellen Vorteile einer renommiertenGestaltungshochschule nutzt. Zudem kooperieren wir mit einem nationalen und internationalen Partner-, Forschungs- und Dozenten-Netzwerk ausAkademie, Games-Industrie und Games-Entwickler-Community, das unseren zukünftigen Studierenden zugute kommen wird", so der Co-Leiter Steffen P. Walz (M.A.). Das Studium endet mit einer Abschlussarbeit in Form eines selbstentwickelten, spielbaren Prototypen, z.B. für Plattformenwie PC, Konsole, Handheld, Handy/Natel, InteractiveTV, Arkadeapparat, Tabletop/Brettspiel oder eine physikalisch-architektonische Umgebung.
Für die Studienplatzbewerbung erwartet das Leitungsteam den Nachweisgestalterisch-künstlerisch-technologischer Begabung in Form eines Portfolios, eine umfangreiche private Beschäftigung mit Spielen, aktive Kenntnisse aus spielverwandten Gebieten wie Theater-, Film-/Video-,Musik(-produktion) (...), mindestens "gute" mathematischeGrundkenntnisse in Wahrscheinlichkeitsrechnung und Trigonometrie, eine kreative Schreibe, Softwarekenntnisse (z.B. Programmiersprachen,Grafikprogramme) sowie Internet-Affinität. Schließlich sollen die zukünftigen Game Designer auch gute bis sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse mitbringen, da beide Sprachen gleichwertig in den Lehrveranstaltungen eingesetzt werden.
Bewerbungsschluss für die Aufnahme in das Studienprogramm ist Fr., 12.März 2004 (Datum des Poststempels).
Nachpositiver Abwägung der Bewerbungsunterlagen kommt es zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Eignungsprüfung.
Weitere Informationen
Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
Zürcher Fachhochschule
Studienschwerpunkt Interactiondesign
GAME DESIGN Studienprogramm
Ausstellungsstrasse 60
CH-8031 Zürich
Tel.: +41.43.446.3250
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