Die ARD stellt ihr Vorabendprogramm um - Ziel ist es wieder mehr junge Zuschauer anzusprechen. Doch der Weg zur Quote ist wohl ein steiniger - die erste Lösung der ARD ist nun die Verlängerung des Boulevardmagazins "Brisant", dafür weichen muss die Tagesschau um 17:45.
Wer jemals "Brisant" gesehen hat, dem werden sich die Haare sträuben - das ist Klatsch und Tratsch, etwas Sensation, viel Dramatik und viel Belangloses. Ein schönes Zeichen, dass eine Tagesschau dafür weichen muss.
Natürlich kann man einwenden, dass die Tagesschau um 20:00 Uhr ja nicht weit entfernt ist - aber auch die Logik Jugendliche mit "Promi-News" ins Programm zu holen, läßt tief blicken.
Andererseits rutschen wir gerade in generelle Kulturdepression ab, Senkung des Niveaus, um mehr Zuschauer zu erreichen und damit dem "Sendeauftrag", der ja auch den Bestandteil "Quote" enthält gerecht zu werden, ist eine spezielle Logik, die wohl nur die Öffentlich-Rechtlichen denken können.
Als Gebührenzahler kommt man immer wieder dahin, dass man gerne für die Dinge, die man nutzt, auch zahlen würde. Eine Verlängerung von "Brisant" gehört aus meiner Sicht nicht zu den sinnvollen Investitionen.
Aber zugegeben, der ARD geht es wie einer Volkspartei, sie muss irgendwie fast allen Strömungen gerecht werden - schaut man sich die Volksparteien jedoch an, sollte sie aufpassen nicht komplett ein "Profil" zu verlieren und nur noch auf die Quote/Wahlergebnis zu schielen.
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