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Destatis: Drittmittel an deutschen Hochschulen

24.09.2010, (MR)

Das Statistische Bundesamt hat heute Zahlenmaterial zum Bereich der Drittmittel an deutschen Hochschulen für das Jahr 2008 veröffentlicht. Im Schnitt hat jeder Universitätsprofessor/professorin gut 220.000 an Drittmitteln eingeworben - insgesamt 4,9 Milliarden Euro.

Bei den Zahlen ist allerdings zu berücksichtigen, dass "Drittmittel" vereinfacht gesagt Mittelzuflüsse zusätzlich zum normalen Haushalt sind, d.h. Drittmittel kommen aus verschiedenen Quellen, die in weiten Bereichen auch "öffentliche Mittel" sind. So ist der Bereich der "gewerblichen Wirtschaft" mit einem Anteil von 25 Prozent vertreten, den insgesamt größten Teil an Drittmitteln an den Hochschulen kommt aus dem Topf der DFG.

Im Jahr 2008 erzielten mit rund 442 200 Euro (+ 18,6% gegenüber 2007) die Universitätsprofessorinnen und Universitätsprofessoren im Bereich der Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften durchschnittlich die höchsten Drittmitteleinnahmen. An zweiter Stelle folgten die Universitätsprofessorinnen und Universitätsprofessoren im Bereich der Ingenieurwissenschaften mit Einnahmen in Höhe von circa 402 700 Euro (+ 11,7% zum Vorjahr). In der Fächergruppe Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften konnten je Universitätsprofessorin beziehungsweise Universitätsprofessor rund 220 200 Euro (+ 14,1% gegenüber 2007) eingeworben werden. Vergleichsweise geringe Drittmitteleinnahmen in Höhe von rund 57 800 Euro (+ 14,8% gegenüber 2007) verbuchten an deutschen Universitäten die Sprach- und Kulturwissenschaften sowie die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, bei denen die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen bei circa 62 700 Euro (+ 6,9% gegenüber 2007) lagen." (Quelle: Pressemitteilung Destatis)

Wer sich für weitere Zahlen und Vergleiche interessiert, dem sei der umfangreiche (und in weiten Teilen kostenlose) Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes verwiesen.

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