Wie die Netzeitung heute berichtet hat, plant die Kultusministerkonferenz eine zentrale Datenbank, in der alle Schüler mit ihren Schullaufbahnen erfasst werden sollen. Was auf der einen Seite für Statistik und Bildungsevaluation verlockend klingt, graut den Datenschützern.
Aus IT-Sicht bleibt erst einmal ein großes Fragezeichen - was für einen Nutzen ein derartiges System hat und in welchem Verhältnis das zu den Risiken und dem Datenschutz steht. Jeder Schüler soll eine eigene "Identifikationsnummer" erhalten, die lebenslang gültig sein soll und Daten über Wohnort, Sitzenbleiben, Sprache etc. enthalten soll.
"Der Sprecher der KMK-Präsidentin verteidigte das Vorhaben: «Wir sind uns bewusst, dass mit den Schülerdaten äußerst sensibel umgegangen werden muss», sagte er." (Quelle: Netzeitung)
Aus meiner Sicht sollte man sich auf keinen Fall auf ein derartiges Vorhaben einlassen. Man sieht aktuell an vielen Stellen, wie Begehrlichkeiten an Daten entstehen, die einmal erfasst werden. So wird schamlos die Nutzung der Maut-Daten gefordert, Rasterfahndung wird ersteinmal gemacht.
Wer mag jetzt garantieren, wozu die Daten von Schülern noch alles genutzt und abgeglichen werden sollen - auf die aktuellen Statements von Politikern ist leider nur noch selten Verlass.
Warum sollte man die Daten nicht auch nach der Schulzeit an die Hochschule weitergeben - oder noch besser direkt daraus ein eportfolio generieren ... usw.
Weitere Informationen in der Netzeitung: Streit über den gläsernen Schüler
Informationen zum Artikel