Es gibt so etwas wie periodische "Nachrichten": Der Besuch einer Gruppe als "heilige drei Könige" kostümierter Kinder im Kanzleramt, Udes Anstich auf dem Oktoberfest, der Aufruf zur Geschlossenheit von irgendwem an irgendeine Fraktion/Partei/Wirtshaus.
In Großbritannien hat sich ein neues Nachrichtengenre als regelmäßiges Periodikum etabliert: Berichte über verlorengegangene CDs, auf denen sich Daten von Steuerzahlern, Gefängnisinsassen oder Haushaltsberechnungen befinden. Nun ist wieder mal eine solche CD "verloren" gegangen.
In Zeiten von Google, Bundestrojanern und Virengefahr, bleiben die Briten Freunde der alten Schule: Hier werden Computer nicht "gehackt" und Daten geklaut, öffentlich gemacht oder ähnliches. In Großbritannien kommt es in regelmäßigen Abständen vor, dass sensible Daten auf CD oder DVD gebrannt, einem Kurierdienst übergeben werden und dann "verschütt gehen", in der U-Bahn vergessen werden oder auf sonstigem Wege verschwinden.
Im aktuellen Fall hat es die Pädagogen getroffen. Wie die britische Lehrerorganisation General Teaching Council (GTC) erklärte, ist eine CD mit den Daten von 11.423 Lehrern verloren gegangenm, die per Kurier in das Büro der GTC nach Birmingham geschickt worden war. Dort kam sie jedoch nie an. Die Wohnung und der Wagen des Kuriers wurden ergebnislos durchsucht.
Die Informationen, die keine hochsensiblen Bereiche wie Kontonummern o.ä. umfassen, sind verschlüsselt, so dass die GTC hofft, dass - abgesehen von der Peinlichkeit - kein Schaden entstehen wird.
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