Zu diesem Ziel möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem neuen Förderschwerpunkt "Forschung und Entwicklung zur Alphabetisierung und Grundbildung für Erwachsene" beitragen. Schavan kündigte an, dafür über einen Zeitraum von fünf Jahren rund 30 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. In einem Ideenwettbewerb sollen vier neue große Forschungsverbundprojekte zur Förderung ausgewählt werden. Ziel der Projekte sollen effizientere Lernangebote und eine bessere Beratung für Betroffene sein.
"Es ist besonders wichtig, junge Menschen zu erreichen, die trotz Schulabschluss so unsicher sind, dass ihre Fähigkeiten für eine Lehrstelle nicht ausreichen", so Bundesministerin Schavan. Sie kündigte eine enge Zusammenarbeit mit den Ländern an, um die Angebote für solche Menschen zu verbessern.
Vertreter von UNESCO, Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung und des Deutschen Volkshochschul-Verbandes begrüßten ausdrücklich das Engagement des BMBF. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung Peter Hubertus erinnerte, dass das BMBF seit 1982 Projekte in der Alphabetisierung fördert.
Jedoch mahnte Hubertus, dass die wichtige Projektarbeit allein eine nachhaltige Infrastruktur nicht ersetzen könne. Für diese sei jedoch der Bund nicht zuständig. So seien die sich derzeit abzeichnenden Projektaktivitäten verschiedener Bundesländer wie Sachsen oder Bayern zu begrüßen. Jedoch sollten die Aktivitäten der Länder untereinander und die Arbeiten auf Bundes- und Länderebene abgestimmt werden, damit sich die Vorhaben einander ergänzen und gegenseitig unterstützen. In diesem Zusammenhang rief Hubertus dazu auf, einen "Koordinierungskreis Alphabetisierung und Grundbildung" zu gründen, in dem Vertreter von Bund, Ländern und Experten der Alphabetisierung zusammenkommen sollen.
Als besonderen Höhepunkt zeichnete Ministerin Schavan Teilnehmer aus Alphabetisierungskursen und Online-Lerner von ich-will-schreiben-lernen.de aus, die beim Literaturwettbewerb "wir schreiben" für erwachsene funktionale Analphabeten gewonnen hatten.
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Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
(Quelle: P2CO)
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