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Bildungsforschung: Medien statt Gedächtnis

Bildungsforschung: Medien statt Gedächtnis

12.04.2010, (MR)

bildungsforschung.org hatte ich zuletzt etwas aus den Augen verloren, die aktuelle Ausgabe stammt aus 2009 ist aber äußerst interessant: Medien statt Gedächtnis lautet der schöne Titel - in welchem Verhältnis stehen Gedächtnis und Gesellschaft, wie verändern Medien und vor allem Internet und "Web 2.0" dies?

Aus dem Editorial auf bildungsforschung.org

"Der französische Wissenschaftler Pierre Nora beschreibt das Gedächtnis wie folgt: "Das Gedächtnis ist das Leben: stets wird es von lebendigen Gruppen getragen und ist deshalb ständig in Entwicklung, der Dialektik des Erinnerns und Vergessens offen, es weiß nicht um die Abfolge seiner Deformationen, ist für alle möglichen Verwendungen und Manipulationen anfällig, zu langen Schlummerzeiten und plötzlichem Aufleben fähig. (...) Das Gedächtnis ist ein stets aktuelles Phänomen, eine in ewiger Gegenwart erlebte Bindung (...)" (Nora 1998, 13). Lässt man dieses Zitat auf sich wirken, scheinen die Parallelen zu Medien und insbesondere zu den neuen Medien eindrucksvoll auf. Das Web 2.0 birgt die veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets und trägt dazu bei, dass immer mehr Menschen aktiv an der Gestaltung der Inhalte beteiligt sind und das Medium als Form einer medialen Selbstdarstellung (bspw. E-Portfolios) bereitwillig - häufig aber auch unwissentlich - nutzen. Führt dieser Umgang nun zur Erweiterung des Wissens oder dazu, dass die Nutzer letztlich zwar wissen, wo die Informationen stehen, sich diese aber nicht mehr aneignen?" (Quelle: bildungsforschung.org 2/2009, Editorial)

Neben Artikeln, die das Thema vor allem aus bildungstheoretischer Sicht betrachten, gibt es auch drei Beiträge, die aus der Praxis berichten, hier u.a. von e-teaching.org.

bildungsforschung.org ist nebenbei bemerkt auch ein sehr schönes Beispiel für einen Beitrag im Sinne der Open-Access-Bewegung.

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