Im Jahr 2009 wurden in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 224,0 Milliarden Euro für Bildung, Forschung und Wissenschaft ausgegeben - 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit liegen die Ausgaben für Bildung in Deutschland bei 9,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, was einer Steigerung um 0,7 Prozent zum Vorjahr entspricht. Bundesbildungsministerin Schavan forderte auch bei rückläufigen Schülerzahlen weiter in Bildnug zu investieren. Die Ministerpräsidenten der Länder und die Bundesregierung hatten sich Oktober 2008 beim Dresdner Bildungsgipfel darauf verständigt, die Bildungsausgaben in Deutschland auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern.
Mit 125,7 Milliarden Euro entfiel der größte Teil der Ausgaben im
Jahr 2009 auf die Erstausbildung in Kindergärten, Schulen und
Hochschulen sowie auf die duale Ausbildung. Die Ausgaben für
Bildungsförderung und die Käufe der privaten Haushalte von
Bildungsgütern betrugen 18,3 Milliarden Euro.
Auf die Bereiche
Weiterbildung, Jugendarbeit, Krippen, Horte und dergleichen entfielen
19,7 Milliarden Euro. Für Forschung und Entwicklung wandten Unternehmen
und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen 55,2 Milliarden Euro auf,
während die Ausgaben für die Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur
5,1 Milliarden Euro betrugen.
Angesichts dieser Zahlen zeigte sich Bundesbildungsministerin Annette Schavan zufrieden. "Hier zeigt sich deutlich, dass die großen
Anstrengungen von Bund und Ländern für die Bildung einen messbaren
Erfolg haben", betonte Schavan. Sie forderte, die sogenannte
"demographische Rendite" müsse auch weiterhin in Bildung investiert
werden: "Das Geld, das durch den Rückgang der Schülerzahlen frei wird,
muss im Bildungssystem bleiben."
(Quelle: PM Destatis / BMBF)
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