Laut einer Mitteilung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes steigt die Zahl der Schulverweigerer kontinuierlich an. 300.000 Jugendliche verweigern sich dem System Schule - zehn Prozent verlassen die Schule ohne Abschluss.
Der Ausschuss für Soziales, Jugend und Gesundheit setzte sich mit dem Thema Schulverweigerer auf seiner heutigen Sitzung in Potsdam auseinander.
"Das Problem ist vielschichtig und es gibt nicht die “eine“ Ursache." Dauerhaftes Schwänzen entsteht nicht über Nacht, sondern ist das Ergebnis eines schleichenden Prozesses. Ursachen dafür gibt es viele: persönliche Probleme in der Familie, Angst vor dem eigenen Versagen, ein zu starker Leistungsdruck oder Isolation und Mobbing durch den Klassenverband können dazu führen, dass sich einzelne SchülerInnen innerlich zurückziehen und später deutlich sichtbar von der Schule abwenden. Dies gilt es rechtzeitig zu erkennen." (Manfred Uedelhoven, Vorsitzendes des Ausschusses.
Rather Modell in Düsseldorf
Parallel dazu fand heute in Düsseldorf eine Tagung zum Rather Modell statt. Unter dem Motto "Rather Modell - den Anschluss finden" arbeiten hier viele Träger aus dem Bereich Schule und Jugendhilfe seit Jahren zusammen, um Jugendlichen ein Angebot zu machen und ihnen zu helfen durch den Alltag und die Schule zu kommen.
Weitere Informationen unter: Rather Modell
Deutsches Jugendinstitut
Das Deutsche Jugendinstitut hatte im Oktober unter dem Stichwort Chancen für Schulmüde einen Schwerpunkt zum Thema (reticon berichtete). Die Informationen sind dort auch weiterhin abrufbar: Chancen für Schulmüde
Die Ergebnisse gibt es dort auch zusammengefasst in einm Medieninfo:
Man nennt sie „Schulschwänzer“ Ergebnisse einer Untersuchung des DJI in Schulen und in Projekten der Jugendsozialarbeit (PDF, 3 Seiten)
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