In einem kleinen Meisterstück hat EPD aufgedeckt, wie anscheinend
vornehmlich in ARD-Serien mit Productplacements zusätzlich Geld
verdient wurde. Auch die unbeholfenen Reaktionen auf Seiten der
Öffentlich Rechtlichen zeigen, dass sich hier wohl ein Geflecht
entwickelt hat, das man einmal entzerren sollte.
Die FAZ berichtet in einem guten Artikel:
"Nach den Erkenntnissen von epd medien
hatte die Produktionsfirma Bavaria Film, welche die Serie „Marienhof”
im Auftrag der ARD herstellt, von Mitte der neunziger Jahre an „einer
kommerziellen Vermittlungsagentur erlaubt, gegen stattliche Honorare
verdeckte Werbung von Industrie und Interessenverbänden zu
akquirieren”. " (Quelle: FAZ-Online)
Was man dort liest, was durch Lilienthal von EPD aufgedeckt wurde, lässt den ordentlichen Gebührenzahler vorsichtig gesagt unruhig werden.
Liest man dann die Erklärung von Bavaria, dass man von dieser Praxis über Jahre hinweg selbst nichts wusste - dann bleibt nur die Schlussfolgerung, dass hier einiges im Argen liegt.
Für die ARD kommt das gerade sehr unpassend - unzufrieden über die "mickrige" GEZ-Erhöhung will man doch eigentlich vor Gericht ziehen.
Vielleicht sollte man die GEZ auch einmal runtersetzen und die Öffentlich Rechtlichen zwingen, ihre ganzen Firmengeflechte auf ein überschaubares Maß herunterzufahren. Und dem Zuschauer einmal transparent machen, wo da eigentlich seine Gelder hinfließen, schließlich wird dort auch mit Steuergeldern operiert.
Aber dass die ARD nicht alleine steht, sieht man auch in anderen Sendungen. Vielleicht wird man jetzt auch als Zuschauer in nächster Zeit genauer hinschauen.
Gleichzeitig wird hier aber auch deutlich: Seriöser, kritischer Journalismus kommt aus ganz verschiedenen Ecken.
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