Am 11. Juli hat die EKD eine Denkschrift zum Thema Armut mit Bildung bekämpfen vorgelegt. Die vorgelegte Situationsbeschreibung ist allerdings genauso wie die Forderungen zur Lösung nicht unbekannt. Die Stellungnahme der EKD verschafft aber dem Thema Nachdruck.
Nicht zuletzt daran zu sehen, dass es die EKD-Meldung bis in die Tagesschau geschafft hat.
Die Situationsanalyse ist allerdings wirklich nicht neu:
Schlechte Integration, hohe Schulabbrecherquote, problematische dreigliedriges Schulwesen. Die Forderungen klingen auch nicht neu: frühe Sprachförderung, Ganztagsschulen. Die Denkschrift geht aber über den Bildungsbereich hinaus und bezieht sich z.B. auch auf die Themen Arbeitslosigkeit, Wirtschaft und Familienpolitik.
Was mich allerdings wirklich stört ist, dass die Denkschrift online nicht zu bekommen ist. Lapidar heißt es auf den den Seiten der EKD: "Die Rechte an diesem Text liegen beim Gütersloher Verlagshaus. Wir freuen uns, dass wir Ihnen dennoch auszugsweise ein paar Kapitel online zur Verfügung stellen können." (Quelle: EKD).
Die beiden Kapitel sind dann das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort.
Im Klartext heißt das dann wohl auch, dass alle Reaktionen sich (wahrscheinlich) auf die Pressemitteilungen der EKD stützen.
Gerade einer Streitschrift, die sich in Bildungsdebatten einmischen möchte hätte es gut getan auch online zur Verfügung zu stehen, schade eigentlich.
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