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"Die deutsch-amerikanische Philosophin Hannah Arendt (1906 - 1975) war eine streitbare Persönlichkeit: Als sie 1961 am Eichmann-Prozess in Jerusalem teilnahm und danach ihren Bericht über die Banalität des Bösen verfasste, warf man der bekennenden Jüdin eine Verharmlosung des Holocausts vor. Dabei wollte Arendt keinesfalls beschönigen, sondern zeigen, dass das Böse weniger in der menschlichen Natur denn in Gedankenlosigkeit bestehe: in der Weigerung, sich als ein Wesen zu verstehen, das Verantwortung übernehmen kann. Arendt hat deshalb unermüdlich an das gegenseitige Verständnis und an die politische Urteilskraft appelliert, um Macht und Moral zu verbinden und vor Totalitarismen nicht einzuknicken. Mit ihren Thesen zu Politik und Wahrheit, zu Macht und Moral ist die Denkerin heute aktuell wie nie zuvor, behauptet Arendt-Spezialist Hans-Martin Schönherr-Mann. Barbara Bleisch fragt in der Gesprächsreihe Sternstunde Philosophie bei Hans-Martin Schönherr-Mann nach, was von Hannah Arendt heute zu lernen wäre. " (Quelle: 3sat)
Länge: 60 Minuten
Kategorie: Gesellschaft
St. Lec